Chronik von 1978 - 2010

1978

Im Juli 1978 veranstaltet die Fußballabteilung (FA) das erste Fußball Nonstop. Dabei tritt die A-Jugend gegen Wacker München und die E-Jugend gegen den TSV 1860 München an. Die 1. Mannschaft spielt gegen eine Prominentenmannschaft des Bayerischen Rundfunks. Vereinsausflüge führen die Herrenmannschaft nach Hautzenberg (Bayerischer Wald) und die A-Jugend nach Riva (Gardasee).

1978/1979

Die 1. Mannschaft des TuS Prien wird 11. in der C-Klasse Gr. 6. Am Ende der Saison findet das 2. Fußball Nonstop statt. Dabei tritt die A-Jugend gegen Austria Salzburg, die E-Jugend gegen Wacker München, die C-Jugend gegen 1860 München und die 1. Herrenmannschaft gegen den SV Amerang an. Höhepunkt des Tages ist das Spiel des FC Bayern München gegen eine Chiemgau-Auswahl, das die Mannschaft um Paul Breitner, Karl-Heinz Rummenigge und Dieter Hoeness mit 13:0 gewinnt. Katsche Schwarzenbeck, Weltmeister von 1974, verletzte sich während der Begegnung und musste deshalb später seine Profikarriere beenden. Ein Priener Spieler findet sich nicht in der Chiemgau Auswahl. Prominente Gäste der Abendveranstaltung waren Alt-Bundestrainer Helmut Schön, Petar „Radi“ Radenkovic, Sepp Maier und Sportreporter Klaus Stürzenberger.

1979/1980

Die 1. Mannschaft landet nach einer enttäuschenden Saison wieder nur auf dem 11. Platz in der C-Klasse. Die Juniorenmannschaften werden zu den Auswärtsspielen von den Busunternehmen Andrelang, Rimsting, und Winkler, Bernau, befördert. Eine Folge der geringer werdenden Bereitschaft von Eltern, ihre Kinder zu den Spielen zu begleiten. Trainer der 1. Mannschaft ist Walter Jänicke sen., der A-Junioren Peter Kapfer, B-Junioren Herbert Gregori und Alois Linner, C-Jugend Werner Slabon, D-Jugend Rudi Busse und E-Junioren Eugen und Rudi Unterstraßer.

1980/1981

Für die 1. Mannschaft wird mit Theo Seywald ein neuer Trainer verpflichtet. Der Überseer, Schwager von Priens Helmut Rohnke jun., sollte die TuS-Kicker endlich aus dem Dornröschenschlaf wecken. Am Ende der Saison landet die 1. Mannschaft auf dem 7. Platz. Trikotwerbepartner der Herrenmannschaft ist „Charivari“. Die 1. Mannschaft spielt hauptsächlich in folgender Aufstellung: Werner Harbich (Simon Landinger), Werner Slabon, Peter Kapfer, Robert Appel, Rudi Kolberg, Eugen Unterstraßer (Ralf Muggenthaler), Theo Seywald, Helmut Rohnke, Georg Scholz (Franz Schützinger), Klaus Dingler, Kurt Bartsch (Martin Mittermayer). Am 31. August 1980 tritt die 1. Mannschaft gegen die Nationalmannschaft Kuwaits an, die soeben bei den olympischen Spielen in Moskau den 5. Platz erreichte. Das Spiel endet nach einem 4:0-Halbzeitstand 12:0 für die Kicker vom Golf.

1981/1982

Die 1. Mannschaft versucht erneut unter Trainer Theo Seywald an die Spitze vorzustoßen. Zwischenzeitlich hat die Elf um Kapitän Werner Slabon Kontakt zur Tabellenführung, als aber der Sprung nach ganz oben nicht gelingt, wird die Mannschaft wieder nach unten weitergereicht. Am Ende steht die Priener Erste auf dem 5. Platz. Als Torjäger entwickelt sich der gerade 18-jährige Gerd Schmidbauer. Einen fußballerischen Glanzpunkt setzt die der Fußballabteilung angeschlossene Betriebsmannschaft der Priener Löwen im Sommer 1982. Bei einem Spiel gegen die „SABA“-Prominentenelf ist unter anderem erneut Uwe Seeler zu Gast auf dem Priener Sportplatz.

1982/1983

Für die neue Spielzeit ist Günther Glaubitz als Nachfolger für den abgetretenen Theo Seywald als Trainer auf der Kommandobrücke der Priener Fußballer. Nach einem misslungenem Start mit 3:7 Punkten kann die Priener Mannschaft zulegen. 22:2 Punkte werden in den nächsten Spielen geholt, der Sprung an die Tabellenspitze ist vor Augen. Das entscheidende Spiel um Platz 1 geht gegen FT Rosenheim auf eigenem Platz mit 0:4 verloren. Danach gelingt kein Punktgewinn mehr. Am Ende steht die 1. Mannschaft auf Platz 4.

Am 25.06.1983 hat der TuS Prien die Ehre, das 1. Jakl-Streitle-Gedächtnisturnier ausrichten zu dürfen. Veranstalter ist der Bayerische Rundfunk, der zu diesem Seniorenturnier (Alte Herren) außer dem TuS Prien noch den TSV Rimsting und den SV Tüssling eingeladen hat. Die Mannschaft des Bayerischen Rundfunks wird verstärkt durch Hans-Georg „Katsche“ Schwarzenbeck und Uwe Seeler. Den Anstoß führt Alt-Bundestrainer Helmut Schön aus. Auch der Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft, Fritz Walter, ist als Gast dabei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Prominenz beim abschließenden Interview (v.l.): Peter Streitle, Helmut Schön, Hans-Georg „Katsche“ Schwarzenbeck, Frau Streitle, Fritz Walter, Michael Stiegler, Josef Otmar Zöller (BR-Intendant), Uwe Seeler, TuS-Abteilungsleiter Georg Dingler sen. (verdeckt) und Wiggerl Jung (BR-Spielführer)

1983/1984

Die 1. Mannschaft startet mit neuem Schwung in die Saison. Die ersten fünf Spiele werden alle gewonnen, im sechsten Spiel gibt es ein Unentschieden in Halfing, danach gelingt fast gar nichts mehr. Am Ende reicht es nur zum 7. Platz in der C-Klasse 2. Trainer Günther Glaubitz wurde noch vor dem Ende der Saison von Peter Kapfer abgelöst. Trikotwerbepartner der 1. und 2. Mannschaft ist „Happy Burger“, ein Schnellrestaurant unter dem Tanzcafe Reiter. Aus dem Kassenbericht der Jahreshauptversammlung ist zu vernehmen, dass der größte Teil der Ausgaben das Trikotwaschen verursacht. Um hier für Entlastung zu sorgen, wird von den Spielern der 1. und 2. Mannschaft 2,00 DM Waschgeld verlangt.

Am 09.09.1983 verstirbt Ehrenmitglied und langjähriger Abteilungsleiter Hans Summerer.

1984/1985

Ein neuer Tiefpunkt wird erreicht. Die 1. Mannschaft ist am Ende der Saison auf dem 12. Platz und damit Tabellenletzter. Die Weihnachtsfeier, die seit vielen Jahren mit viel Aufwand als Feier der gesamten Abteilung im großen Kursaal abgehalten wurde, wird abgeschafft. Die dahinterstehende Idee, die gesamte Fußballfamilie von den Minischülern bis zur AH an einem Abend zu versammeln, wurde immer weniger angenommen. Zukünftig sollten alle Juniorenmannschaften sowie die Herren eigene Weihnachtsfeiern abhalten. In der Jahreshauptversammlung vom 05. Juli 1985 stellt sich die Abteilungsleitung nach 12 Jahren nicht mehr zur Wahl. Für Georg Dingler wird Peter Hilfer Abteilungsleiter. Stellvertreter wird Herbert Riffel sen., Jugendleiter Walter Jänicke sen., Kassier Franz Sommer und Schriftführer Paul Mehlhart. Die Mitgliederzahl der Fußballabteilung hat sich in den letzten 12 Jahren von 153 auf 301 fast verdoppelt.

1985/1986

Für die 1. Mannschaft bricht erneut eine enttäuschende Saison an. Am Ende reichte es nur zum 11. und gleichzeitig vorletzten Tabellenplatz. Die Weihnachtsfeier fand für 1. und 2. Mannschaft im Bistro Piaf statt. Nikolaus vom Dienst war Eugen Unterstraßer. Am Ende der Saison findet nach langer Zeit wieder ein Vereinsausflug statt. Klaus Dingler organisierte die Reise nach Siofok (Ungarn) am Plattensee.

 


1. Mannschaft 1986: Stehend v.l.: Trainer Peter Kapfer, Dieter Hartl, Robert Appel, Georg Scholz, Robert „Turbo“ Meier, Klaus Dingler, Eugen Unterstraßer; vorne: Martin Mittermayer, Rudi Kolberg, Torsten Wenzel, Bernhard Sammereier, Ralf Möderl, Gerd Schmidbauer, Werner Harbich.

1986/1987

In der Jahreshauptversammlung wird Paul Dinauer als Nachfolger für den zurückgetretenen Herbert Riffel sen. zum 2. Abteilungsleiter gewählt. Zum ersten Mal wird eine F-Juniorenmannschaft angemeldet. Trainer ist Willi Tatzel. Die 1. Mannschaft belegt am Ende der Saison den 9. Platz. Peter Kapfer hört zum Saisonende als Trainer auf. Die Weihnachtsfeier im Schützenhaus ist legendär. Die E-Jugend von Trainer Georg Funk wird ungeschlagen Meister. Norbert Huber, Spieler der 2. Mannschaft, verunglückte bei einem Autounfall tödlich.

1987/1988

Erstmals nehmen Jugendmannschaften aus allen sechs Altersklassen am Punktspielbetrieb teil. Das Traineramt bei den Priener Herren übernimmt Peter Scholz aus Westerndorf. Doch auch seine Bemühungen fruchten nicht. Die TuS-Kicker können sich nicht verbessern. Frustriert wirft Scholz im Winter das Handtuch. In der Jahreshauptversammlung am 10.12.1987 tritt auch die Abteilungsleitung zurück. Als Nachfolger werden gewählt: Franz Pfliegl (Abt.-Leiter), Hans-Jürgen Schuster (Stellvertreter), Franz Sommer (Kassier), Georg Funk (Jugendleiter) und Paul Mehlhart (Schriftführer). Franz Sommer übernimmt das Training ab dem Frühjahr 1988. Am Ende steht die 1. Mannschaft wieder auf dem 12. und damit letzten Tabellenplatz.

1988/1989

Die Bemühungen von Franz Sommer und der Abt.-Leitung personelle Verstärkungen für die 1. Mannschaft zu gewinnen gehen auf. Mit Raimund Schlemer (32) kommt ein ehemaliger Jugendspieler nach Prien zurück. In seinem Sog bringen auch die Brüder Martin und Andreas Bienert aus Endorf, Andreas Kaiser und Fritz Lutzenberger aus Schleching ihre Pässe nach Prien. Im Winter wechselt auch Stefan Kommissari vom TSV Rimsting zurück zu seinem Heimatverein. Er wird auch noch Torschützenkönig. Am Ende der Saison sind die Priener Meister und steigen in die B-Klasse auf.

C-Klassenmeister 1988/1989

Stehend v.l.: Trainer Franz Sommer, Bernie Sammereier, Martin Bienert, Stefan Busse, Eugen Unterstraßer, Gerd Schmidbauer, Andreas Bienert, Rolf Estermann, Stefan Scheidt, Abt.-Leiter Franz Pfliegl; vorne: Andreas Kaiser, Florian Mitterhuber, Raimund Schlemer, Fritz Lutzenberger, Willi Tatzel, Stefan Kommissari, Stefan Neumann, Theo Tyroller.

Die F– und D-Jugend werden Meister, letztere steigen auch in die Kreisklasse auf. Im September 1988 führt der Vereinsausflug die Herrenmannschaften sowie die AH nach Valdagno, Priens Partnerstadt.

1989/1990

Zum ersten Mal startet der TuS Prien mit drei Herrenmannschaften in die Saison.

Am Ende belegt die 1. Mannschaft in der B-Klasse 1 den 8. Platz. Torschützenkönig wird Stefan Kommissari. Trikotwerbepartner wird das Hotel Bayerischer Hof. Die D-Jugend wird 4. bei der Hallenkreismeisterschaft. Walter Jänicke sen., langjähriger Spieler der 1. Mannschaft, Trainer, Funktionär und Platzwart stirbt.

1990/1991

Nach einem guten Start rutscht die 1. Mannschaft in der Tabelle mehr und mehr ab. Eine Ursache dafür ist das verletzungsbedingte lange Fehlen von Stefan Kommissari. Im November wird Trainer Franz Sommer abgelöst, bis zur Winterpause leitet Helmut Rohnke jun. das Training, ab Januar 1990 übernimmt Sepp Gschwendtner aus Reischenhart das Traineramt. Der Abstieg ist trotz zufriedenstellender Rückrunde nicht mehr zu verhindern. Die F– und E-Jugend werden Meister, die E-Jugend sogar Hallenkreismeister. Die C-Jugend wird ebenfalls Meister und steigt in die Kreisklasse auf.

1991/1992

Der 1. Mannschaft gelingt der sofortige Wiederaufstieg in die B-Klasse. Als Tabellenzweiter qualifiziert sich die Mannschaft über zwei Relegationsspiele gegen Pang (2:1) und Ostermünchen (2:0) für die höhere Spielklasse. Martin Mittermayer stirbt in Peru. Die C-Jugend wird Kreisklassenmeister und steigt in die Kreisliga auf. Die D-Jugend steigt als Kreisklassenvizemeister ebenfalls in die Kreisliga auf.

Nach dem Sieg über Ostermünchen wieder B-Klassist: Stehend v.l.: 2. Abt.-Leiter Jürgen Schuster, Stefan Anner, Theo Tyroller, Eugen Unterstraßer, Stefan Kommissari, Thomas Tausendfreund, Heinz Irber, Stefan Binar, Gerald Heerdegen, Florian Mitterhuber, Robert Meier, Peter Kapfer, Abt.-Leiter Franz Pfliegl; vorne: Armin Klarl, Thomas Danzer, Gerd Schmidbauer, Stefan Busse, Raimund Schlemer (mit Sohn Moritz), Bernie Sammereier, Ralf Möderl.

1992/1993

Die 1. Mannschaft erreicht den 9. Platz in der B-Klasse 1. Überragender Spieler dabei war wieder einmal Stefan Kommissari, der in dieser Saison 24 Tore erzielte, davon ca. 15 per Freistoß. Karin Wende ist nun verantwortliche Redakteurin der Priener Stadionzeitung, die ab 1993 regelmäßig erscheint. Die Trainingsplatzsituation spitzt sich langsam zu. Nun gibt es einen Ausweichplatz in Atzing. Auf dem alten Hauptspielfeld wird bis zum Ende der Saison 1993/1994 gespielt. Die E-Jugend wird Vizehallenkreismeister und oberbayerischer Hallenmeister! Die D-Jugend erreicht den 3. Platz bei der oberbayerischen Hallenmeisterschaft.

1993/1994

Die 1. Mannschaft sichert das Saisonziel Klassenerhalt erst im Bereinigungsspiel gegen den TSV Heiligkreuz in Obing vor 250 Zuschauern. Aus dem 0:1-Pausenrückstand machten Stefan Kommissari, Thomas Danzer und Stefan Scheck in der Schlussphase noch einen 3:1-Sieg.

Nach dem Spiel in Obing: St.v.l.: Abt.-Leiter Franz Pfliegl, Danzer, Scheck, Trainer Sepp Gschwendtner, Kommissari, Klarl, Mitterhuber, Anner, Unterstraßer, Tyroller, Betreuer Peter Kapfer; vorne v.l.: Thalhammer, Schlemer, Irber, Spillker, Sammereier, Rechberger, Möderl, Weber.

Das letzte Punktspiel, ebenfalls gegen den TSV Heiligkreuz endete 0:0 auf dem Priener Sportplatz. Es ist das letzte Spiel, das auf dem alten Rasenplatz, der 1951 entstanden ist, ausgetragen wurde. Anschließend wird mit einem zünftigen Fest Abschied vom alten Sportheim genommen.

Am 24.07.1994 wird mit dem Walter-Jänicke-Gedächtnisturnier der neue Priener Sportpark eingeweiht.

1994/1995

Die erste Saison auf dem neuen Sportgelände endet für die Priener Erste mit dem 9. Platz. Die B-Jugend unter Trainer Christoph Gmeiner wird Kreisklassenvizemeister und steigt in die Kreisliga auf. Am 2. Juli 1995 veranstaltet der TuS Prien zusammen mit dem BFV in Prien den Erlebnistag „live leben“. Dabei sind etwa 100 Jugendliche des TuS Prien. Am 09. Juli 1995 führt die Fußballabteilung den 1. großen Priener Flohmarkt auf dem Sportplatzgelände durch. Eugen Unterstraßer rückt bei der Jahreshauptversammlung für Jürgen Schuster in das Amt des stellvertretenden Abteilungsleiters nach.

1995/1996

Für den langjährigen Trainer Sepp Gschwendtner steht nun A-Scheininhaber Rudi Lutz als Trainer der Priener Herren am Seitenrand. Die Saison verläuft enttäuschend. Es reicht nur zum 10. Platz. Der Abstieg kann am letzten Spieltag mit einem 2:2 gegen Maitenbeth gerade noch verhindert werden. Seit dieser Saison gilt die 3-Punkte-Regel für einen Sieg. Im Oktober 1995 wird der „Förderverein Fußballsport im TuS Prien a. Ch. e. V.“ offiziell gegründet. 1. Vorstand ist Werner Thalhammer. Die A-Junioren unter Trainer Helmut Rohnke jun. werden Meister und steigen in die Kreisklasse auf. Während der Saison bestreiten etwa 150 Jugendliche in 10 Mannschaften 170 Punktspiele.

1996/1997

Am 5. Juli 1996 löst Stefan Busse den zurückgetretenen Werner Thalhammer als 1. Vorstand des Fördervereins ab. Der Saisonverlauf der 1. Mannschaft ist bis zum Herbst mehr als schlecht. Rudi Lutz wirft Ende Oktober das Handtuch. Für ihn springt erneut Franz Sommer als Trainer ein. Er schafft es, die 1. Mannschaft vom letzten Tabellenplatz bis zum Saisonende auf Platz 7 zu bringen. Im Sommer 1997 beteiligt sich die Fußballabteilung an den Feierlichkeiten zur 100-jährigen Markterhebung Priens. Bei der Jahreshauptversammlung wird die gesamte Abteilungsleitung wiedergewählt. Lediglich Kassier Herbert Riffel sen. stellt sich nicht mehr zur Wahl. Für ihn rückt Christian Türck nach.

1997/1998

Das ausgegebene Saisonziel Aufstieg in die A-Klasse kann trotz Verstärkungen nicht erreicht werden. Franz Sommer kündigt seinen Abschied zum Saisonende an. Am Ende rangieren die Priener Kicker auf dem 7. Platz. Im Fasching veranstalten die Fußballer zusammen mit den Handballern eine Faschingsparty im Atrium unter dem Titel „Ballermann“. Kassier Christian Türck tritt zurück und wird von Rolf Estermann ersetzt. Die Fußballabteilung hat erstmals über 350 Mitglieder.

1998/1999

Unter dem neuen Trainer Max Wagner gelingt der 1. Mannschaft eine Bilderbuchvorrunde in der bisherigen B-Klasse, die nun nach der Eingliederung der Reserven Kreisklasse heißt. Mit nur einer Niederlage überwintern die Priener mit 16 Punkten Vorsprung auf dem 1. Platz. Maßgeblichen Anteil daran hatte der japanische Spieler Yoshiro „Yoshi“ Suzuki, der bis zum Winter 10 Tore erzielt. In der Rückrunde fehlt oft das Quäntchen Glück, um die Spiele zu gewinnen, so dass es zum Ende noch einmal spannend wird. Doch mit drei Siegen aus den letzten drei Spielen sichern sich die Spieler um Kapitän Stefan Kommissari mit 9 Punkten Vorsprung auf den TSV Übersee die Meisterschaft und steigen in die Kreisliga, frühere A-Klasse, auf. Die Fußballabteilung betrauert vier Todesfälle in ihrer Abteilung. Paul Gsella, Ehrenmitglied des TuS Prien, ehemaliger Trainer der Priener Ersten sowie Gründer der Alten Liga stirbt im August 1998. Im Januar 1999 stirbt AH-Kicker und Wirt Dimitrios „Mizo“ Diamantis. Im April 1999 erliegt Werner Slabon, ehemaliger Spielführer der 1. Mannschaft und langjähriger Jugendtrainer, einem heimtückischen Leiden. Im Sommer 1999 stirbt mit Heinrich Mank ein langjähriger Spieler der 1. Mannschaft. Die C-Jugend steigt wieder von der Kreisliga in die Kreisklasse ab.

Kreisklassenmeister 1998/1999: Stehend v.l.: 2. Abt.-Leiter Eugen Unterstraßer, Andreas Mayr, Thomas Seeleitner, Rainer Ries, Artur Weber, Martin Pösl, Stefan Kommissari, Norbert Jell, Thomas Danzer, Trainer Max Wagner; vorne v.l.: Goce Andonov, Ralf Neumann, Frank Spillker, Josip Tuka, Stefan Scheck, Stefan Neumann. Auf dem Bild fehlt Yoshiro Suzuki.

1999/2000

Nach 38 Jahren spielt die 1. Mannschaft wieder in der ehemaligen A-Klasse. Nach einem guten Start, einer Formkrise zwischendurch und einem guten Saisonende landen die Herren am Ende auf dem 6. Platz. Die 2. Mannschaft wird unter Trainer „Sam“ Jagla Meister in der B-Klasse und steigt in die A-Klasse auf. Bei der Jahreshauptversammlung gibt es Wechsel auf fast allen Positionen. Für Franz Pfliegl, der 13 Jahre an der Spitze der Fußballer stand und die Herren aus dem Tal führte, wird Eugen Unterstraßer zum Abteilungsleiter gewählt. Stellvertreter wird Manfred Schaber, Kassier bleibt Rolf Estermann und Schriftführer wird Franz Pfliegl. Das Amt des scheidenden Juniorenleiters Georg Funk, der ebenfalls 13 Jahre dieses Amt bekleidete, übernimmt nun Erich Mayer jun.. Die D-Jugend wird Meister und steigt in die Kreisliga, der höchsten Spielklasse auf Bezirksebene, auf. Die B-Jugend steigt wieder aus der Kreisliga in die Kreisklasse ab. Der TuS Prien präsentiert sich seit 1999 auch im Internet. Webmaster Eugen Unterstraßer veröffentlicht unter der Adresse http://www.tusprien.de/fussball Wissenswertes und aktuelle Informationen zur Fußballabteilung. Auch die E-Mailadresse fussball@tusprien.de wird eingeführt.

B-Klassenmeister 1999/2000 TuS Prien 2: Stehend v.l.: Trainer Hans-Georg Jagla, Ralf Möderl, Florian Mitterhuber, Moritz Funk, Thomas Danzer, Eugen Unterstraßer, Matthias Ruff, Stephan Haaser, Gerhard Mährlein; vorne v.l.: Josip Tuka, Goce Andonov, Elvis Skula, Dietrich Guwa, Norbert Jell, Stefan Guther.

2000/2001

Nach missglücktem Start in die 2. Kreisligasaison hört Max Wagner nach drei Spielen auf. Bis zum Winter leitet Stefan Kommissari die sportlichen Geschicke als Spielertrainer. Ab dem Frühjahr 2001 hilft Sepp Gschwendtner bis Saisonende als Trainer aus. Die Klasse kann gehalten werden, am Ende landet die 1. Mannschaft auf dem 7. Platz. Die 2. Mannschaft kann ebenfalls ihre Klasse halten. Obwohl sie fast ausschließlich gegen 1. Mannschaften spielt, belegt sie am Ende den 11. Platz, acht Punkte vor den Abstiegsrängen. Im Dezember 2000 veranstaltet die Fußballabteilung zum 1. Mal den Chiemsee-Hallencup, ein Hallenturnier, zu dem alle Chiemseeanrainergemeinden eingeladen werden. Sieger wird der TSV Chieming. Bei der Jahreshauptversammlung wird der Jahresbeitrag auf Euro umgestellt. Erwachsene zahlen ab dem Jahr 2002 statt 120 DM nun 61 Euro, Jugendliche nun 35 Euro statt 60 DM. Am 8. Mai 2001 stirbt der 1. Abteilungsleiter der Priener Fußballer nach dem Krieg, Alois Mehlhart. Seit dem Frühjahr 2001 ist Prien DFB-Stützpunkt für die 13-17-jährigen Talente aus der Region. Vom TuS Prien nehmen daran Christoph Bauer und Moritz Lange teil. Stützpunkttrainer ist A-Scheininhaber Oliver Kunz. Im Herbst 2000 kauft der Förderverein einen Bus, um den Transport der Junioren zu Auswärtsspielen zu ermöglichen.

2001/2002

Unter dem neuen Trainer Oliver Kunz gelingt am 1. Spieltag beim Bezirksligaabsteiger TSV Rimsting ein 2:1-Sieg. Danach läuft fast nichts mehr. Nach Abschluss der Vorrunde liegen die Priener mit nur 9 Punkten auf dem letzten Platz. Doch als bestes Rückrundenteam wird auch in dieser Saison der Klassenerhalt erreicht. Wesentlichen Anteil daran hat erneut ein Spieler aus Japan, Masaru Akita, der mit acht Toren interner Torschützenkönig wird. Er wechselt nach dieser Saison zu 1860 Rosenheim. Auch die 2. Mannschaft erreicht ihr Saisonziel Klassenerhalt. Sie wird am Ende 9. von 13 Mannschaften. Am 05. Oktober 2001 spielt die Priener Erste dank Sponsor Löwenbräu gegen die Zweitligamannschaft SpVgg Unterhaching, die das Spiel mit 14:0 für sich entscheidet. Im Dezember 2001 wird erneut der TSV Chieming Sieger beim 2. Chiemsee-Hallencup. Die E1- und E2-Junioren werden Meister in ihren Klassen, die D-Junioren steigen wieder aus der Kreisliga ab. Der TuS Prien bestreitet mit all seinen Mannschaften von der F- Jugend bis zur AH mehr als 320 Spiele auf Rasen. 264 Punktspiele, davon 214 Punktspiele im Jugendbereich, das sind 107 Heimspiele, d.h., 4 Jugendspiele auf unserem Sportgelände pro Wochenende.

2002/2003

Die neue Kreisligasaison ähnelt der vergangenen. Lange tummelt sich die Priener Erste im Tabellenkeller, erst im November gelingen die Punktgewinne, die den nötigen Sicherheitsabstand zur Abstiegszone bringen. Torschützenkönig wird der A-Juniorenspieler Moritz Lange mit 11 Treffern. Die 2. Mannschaft kann nach einer traumhaften Vorrunde, in der sie sogar einmal Tabellenführer ist, auch die Klasse halten. Allerdings gelingt in einer miserablen Rückrunde kein einziger Sieg mehr. Den 3. Restaurant-Alpenblick-Chiemsee-Hallencup gewinnen zum ersten mal die Kicker des TuS Prien. Bei der Jahreshauptversammlung im März 2003 wird Sebastian Vodermayer zum stellvertretenden Juniorenleiter gewählt. Am 30. April 2003 tritt die 1. Mannschaft erneut gegen die SpVgg Unterhaching an, die derzeit Tabellenführer der Regionalliga Süd ist und wieder in die 2. Bundesliga aufsteigen wird. Das Spiel endet diesmal 16:0. Am 1. Mai 2003 findet zum 3. Mal das Sport-Mayer-Junioren-Masters statt. Über 500 Jugendliche von den F– bis zu den B-Junioren treten dabei auf dem Priener Sportplatz an. Die Fußballer betrauern im Februar den Tod ihrer Torwartlegende Willi Tatzel.

2003/2004

Das 75. Jahr des Bestehens der Fußballabteilung des TuS Prien (vor 1928 gab es in Prien bereits eine Fußballmannschaft, die sich FC Prien nannte und unter diesem Namen Freundschaftsspiele bestritt) begingen die Fußballer mit einem großen Fußballfest am 28. und 29. Juni 2003. Sämtliche Jugendmannschaften traten ab 10:00 Uhr morgens gegen Gegner wie TSV 1860 Rosenheim, TSV Wasserburg, SV Wüstenrot Salzburg. Höhepunkt war aber das Gastspiel der Bundesligamannschaft des TSV 1860 München gegen die 1. Mannschaft des TuS Prien. Vor den Augen von 3.000 Zuschauern gewannen die von Trainer Falko Götz trainierten 60er, die u. a. mit Kapitän Marco Kurz, Markus Schroth, Roman Tyce und Stürmerstar Benjamin Lauth antraten, mit 11:0 (7:0). Das Spiel ermöglichte Dr. Edgar Wangen, Vorstandsvorsitzender der Löwenbräu AG, der den Priener Fußballern nahe stand. Für Prien kamen zum Einsatz: Stephan Mehlhart, Martin Güttler, Artur Weber, Eugen Brick, Attila Jambor, Marcus Wildner, Fabian Barros, Dr. Stefan Kommissari, Frank Spillker, Moritz Lange, Marcus Vent, Florian Tatzel, Valerij Brotsmann, Simon Krämmer, Matthias Ruff und Josip Tuka.

Beim Wimpeltausch: Abteilungsleiter Eugen Unterstraßer, Kapitän Dr. Stefan Kommissari und der Kapitän der Bundesligamannschaft von 1860 München, Stefan Kurz.

 

Die neue Saison begann mit einer traurigen Nachricht. Georg Dingler - der Dingler Schorsch - von 1973 bis 1985 für zwölf Jahre Abteilungsleiter der Priener Fußballabteilung, verstarb am 31. August 2003 im Alter von 76 Jahren. Als Sportreferent der Gemeinde war er maßgeblich am Entstehen des Priener Sportparks beteiligt. Die Fußballer werden ihrem „Präsidenten“ immer ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Saison verlief für die Kreisligamannschaft von Trainer Oliver Kunz ohne große Höhepunkte. Zur Winterpause lag man mit jeweils neun Punkten Abstand auf die Aufstiegs- sowie die Abstiegsränge auf dem 5. Platz. Zum Ende der Saison vergrößerte sich der Abstand auf jeweils 10 Punkte, was in der Endabrechnung aber nur zum 11. Platz reichte. Torschützenkönig wurde Marcus Vent mit neun Toren vor Moritz Lange mit sieben Treffern. Gleichzeitig ging beim TuS eine sportliche Ära zu Ende. Dr. Stefan Kommissari beendete seine Laufbahn. Mit 195 Punktspieltoren liegt er unangefochten an der Spitze der Priener ewigen Torschützenliste. Ihn kann man nicht ersetzen und das sollte sich in den nächsten Jahren zeigen. Mit ihm beendete auch Marcus Vent seine aktive Zeit beim TuS und ging zu seinem Heimatverein TSV Marquartstein zurück.

Die 2. Mannschaft erreichte unter Trainer Klaus Tauber einen respektablen 8. Platz in der A-Klasse. Torschützenkönig wurde hier Routinier Thomas Danzer mit 13 vor Michael Hartl mit acht Toren. Im Winter 2003 siegte der TuS Prien zum 2. Mal beim eigenen Chiemsee-Hallencup.

Der Vereinsausflug führte die Aktiven in diesem Sommer erneut nach Jesolo. Der Flohmarkt am 2. Julisonntag brachte wegen des ständigen Nieselregens nicht den erhofften finanziellen Erfolg.

 



2004/2005

Ohne Kommissari und Vent sowie ohne die ebenso erfahrenen Kräfte wie Artur Weber und Matthias Ruff startete die Priener Erste in die neue Kreisligasaison. Mit nur zwei Siegen und drei Unentschieden aus der Vorrunde belegte das Team von Oliver Kunz zur Winterpause den vorletzten Tabellenplatz. In der Rückrunde standen zwar wieder bewährte Kräfte zur Verfügung, doch es gelang nicht mehr der erhoffte Befreiungsschlag. Am Saisonende stand der TuS punktgleich mit dem TSV Babensham auf einem Abstiegs- bzw. Relegationsplatz. Ein Entscheidungsspiel, ausgetragen in Rott am Inn, brachte nach der 1:0-Niederlage gegen den TSV Babensham die traurige Gewissheit. Der Abstieg nach sechs Jahren Kreisligazugehörigkeit war besiegelt. Der erfolgreichste Torschütze war Fabian Barros mit sieben Toren. Doch die Mannschaft schien auseinanderzufallen. Zugleich zog sich Erich Mayer von seinem Amt als Jugendleiter zurück und auch dadurch drohte der Jugendabteilung ein empfindlicher Aderlass an hoffnungsvollen Nachwuchsspielern. Ein kritischer Moment in der Geschichte der Priener Fußballer war erreicht. Nach vielen Gesprächen des Abteilungsleiters Eugen Unterstraßer und dank des Einsatzes von Oliver Kunz und Gerhard Kirchbuchner, der sich fortan um die Jugendmannschaften kümmerte, konnte diese schwierige Phase gemeistert werden. Der drohende Zerfall wurde verhindert.

Die 2. Mannschaft landete unter Trainer Holger Tessmann nach einer grandiosen Vorrunde, die sie bis auf den 3. Tabellenplatz führte, am Ende nur noch auf Rang 12, der aber gleichzeitig den Klassenerhalt in der A-Klasse sicherte. In der Rückrunde agierten die Priener Fußballurgesteine Josip Tuka und Gerhard Mährlein für den fast über Nacht ins Rheinland geflüchteten Tessmann als Trainergespann.

Im Oktober 2004 gab es anlässlich des 10jährigen Bestehens des Priener Sportparks das Rückspiel gegen den TSV 1860 München. Dr. Edgar Wangen, Vorstand der Löwenbräu AG, machte auch diese Begegnung für den TuS Prien möglich. Bei der respektablen 0:8-Niederlage zeigten die Priener eine sehr ansprechende Leistung. An dieser Stelle bedanke ich mich im Namen der Priener Fußballfans und -spieler bei Dr. Edgar Wangen für die vielen schönen Fußballevents, die bisher in Prien durch seine Vermittlung zu Stande kamen.

Im Winter 2004 gewannen die Priener zum 3. Mal den Chiemsee-Hallencup und sicherten sich damit den Pokal endgültig. Für das nächste Turnier im Dezember 2005 besorgte Sportreferent Wolfgang einen neuen Pokal.

Der Flohmarkt im Sommer 2005 litt unter dem Dauerregen, der in den frühen Morgenstunden einsetzte, und wurde erneut zu einem finanziellen Desaster.


2005/2006

Das Ziel der 1. Mannschaft war es, den sofortigen Wiederaufstieg aus der Kreisklasse in die Kreisliga zu schaffen. Jedoch es blieb bei dem Vorhaben. Zwar bot die Abwehr durchaus meisterliche Leistungen, doch im Sturm fehlte die Durchschlagskraft . Zwar konnte in der Winterpause mit Rudi Wernerus vom ASV Großholzhausen ein routinierter und gelernter Stürmer verpflichtet werden, doch auch er vermochte dem Priener Angriffsspiel Belebung verleihen. So wurde die 1. Mannschaft am Ende Sechster und blieb damit hinter ihren Erwartungen zurück. Torschützenkönig wurde Jochen Ristevski mit sechs Toren vor Christoph Ewertz mit fünf Treffern. Es wurde Zeit für einen Neuanfang unter einem neuen Trainer. So trennte sich der TuS Prien nach fünf Jahren von Spielertrainer Oliver Kunz, der fortan den SV Vogtareuth trainieren sollte.

 

Die 2. Mannschaft entwickelte sich ab dieser Saison mehr und mehr zum Sorgenkind. Gründe dafür sind sicherlich der häufige Trainer- und Betreuerwechsel sowie die mangelhafte Einstellung der potentiellen Spieler und die mangelnde Trainingsbeteiligung. Bis zur Winterpause war Bernd Kramer Trainer der Zweiten, ab dem Frühjahr kümmerte sich Ralf Quaschnik um die Reservemannschaft. Am Ende landete sie erneut auf dem 11. Tabellenplatz. Manchmal wie in beim Gastspiel in Prutting konnten nicht einmal elf Spieler gefunden werden, so dass man die Punkte kampflos den Hausherren überlassen musste. Leider ist zu oft die Hauptaufgabe des jeweiligen Betreuers, Spielern hinterher zu telefonieren, um wenigstens mit Sicherheit zu wissen, wer zum Spiel anwesend ist. Wie lange sich mit dieser Einstellung die für eine 2. Mannschaft respektable A-Klasse noch halten lassen konnte, war eine Frage der Zeit.

 

In der Jahreshauptversammlung der Fußballabteilung im Frühjahr 2006 vollzog sich der erste Schritt zur Verjüngung in der Abteilungsleitung. Eugen Unterstraßer wurde zwar erneut für drei Jahre als Abteilungsleiter bestätigt, aber auf allen anderen Posten gab es Neubesetzungen.

Die neue Abteilungsleitung nach der Jahreshauptversammlung 2006:

1. Abteilungsleiter

Eugen Unterstraßer

wie bisher

2. Abteilungsleiter

Florian Tatzel

für Manfred Schaber

Kassier

Michael Hartl

für Rolf Estermann

Jugendleiter

Gerhard Kirchbuchner

bisher kommissarisch

Schriftführer

Attila Jambor

für Ehrenmitglied Franz Pfliegl

 

Am zweiten Julisonntag hielt die Fußballabteilung zusammen mit dem Förderverein den größten Floh-markt rund um den Chiemsee ab. Nach Jahren mit schlechtem Wetters wurde die Veranstaltung endlich wieder mit einem deutlichen Plus abgeschlossen. Er war der Aufgalopp für die neue Abteilungsleitung, die zumindest schon mal Wetterglück verbuchen konnte.


2006/2007

Mit dem neu verpflichteten Trainer Klaus Seidel kam neuer Schwung und Professionalität zum TuS Prien. Dabei zeigten sich die jungen Mitglieder der Abteilungsleitung bereits als sehr belastungsfähig, denn Klaus Seidel sah sehr viele Baustellen in der Abteilung und war ständiger Antreiber im Jugend- und Erwachsenenbereich. Die Neuzugänge Thomas Bainsky (SV Bruckmühl) und Jury Guwa (TSV Bernau) fügten sich gut ein, allerdings wird Guwa nach einer Knöchelverletzung vom vergangenen November noch länger ausfallen. Nach einem durchwachsenen Start krempelte Seidel die Mannschaft und konnte vor allem beim richtungsweisenden Spiel in Bernau, das als anzusehen war, vom Ungestüm eines Bernauer Einwechselspielers profitieren. Der konnte zunächst beim Stand von 1:1 in der 80. Minute einen Elfmeter nicht gegen Stephan Mehlhart im Priener Tor verwandeln und verursachte Minuten später im eigenen Strafraum einen Foulelfmeter, den Jochen Ristevski zum 2:1 Sieg für den TuS Prien verwandelte. Nach 20 Spielen stand die Mannschaft mit 36 Punkten auf Rang drei. Doch zum Schluss reichte es nicht ganz, um den lange an der Tabellenspitze führenden ASV Eggstätt, der zuletzt mehr und mehr schwächelte, einzuholen. Ein Punkt fehlte in der Endabrechnung, der zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen berechtigt hätte. Torschützenkönig wurde Jochen Ristevski mit 13 Toren vor Sebastian „Snickers“ Kofler mit 6 Treffern und Michael Hartl mit 5 Treffern.

Die 2. Mannschaft erreichte in der A-Klasse 2 den 10. Platz, der zum Klassenerhalt reichte. Leider konnte die sie aus den letzten sieben Saisonspielen nur noch vier Punkte holen, so dass es mit dem Klassenerhalt fast noch eng wurde. Peinlich für den TuS Prien war sicherlich, dass wir keine Mannschaft mehr am letzten Spieltag aufbieten konnten, die bei Türkspor Rosenheim angetreten wäre. Eine X:0-Niederlage und eine Geldstrafe waren die Folge. Moritz Funk, der für ein halbes Jahr die 2. Mannschaft betreut hatte, hätte mehr Erfolg erdient gehabt. Torschützenkönig wurde Thomas Bainsky mit 13 vor Thomas Danzer mit 10 Toren.

Das Highlight des Jahres 2006 war sicherlich das U19-Juniorenländerspiel Deutschland – Wales am 7. September in Prien. Dabei übernahm die Fußballabteilung den Großteil der Organisation und Abwicklung vor, während und nach dem Spiel. Das schöne Wetter, ca. 2000 Zuschauer und ein 4:1-Sieg der deutschen Mannschaft machten dieses Ereignis zum herausragenden Höhepunkt des Priener Fußballjahres. Ich bedanke mich dafür bei allen, die aktiv zum Gelingen dieses Länderspiels beigetragen haben. Dadurch hat die Fußballabteilung des TuS Prien sowie die Marktgemeinde Prien sicherlich einen großen Imagegewinn verbuchen können. Dass dieses Spiel überhaupt nach Prien gekommen ist, hat mit der Tatsache, dass Prien seit 2001 DFB-Stützpunkt ist allerdings nichts zu tun. Einzig Horst Winker, dem Bezirksspielleiter war es zu verdanken, dass Prien als Spielort vorgeschlagen wurde. Er kennt die Priener Sportanlage und wusste von früheren Großereignissen wie die Spiele gegen den TSV 1860 München oder die SpVgg Unterhaching, dass die Priener Fußballer es verstehen, solche Projekte zu veranstalten.

Deutschland spielte in folgender Aufstellung: Fährmann, Ratei (46. Feick), Eberlein (46. Feisthammel), Höwedes, J. Boateng (66. Konrad), Schmiedebach, Evljuskin, Kruse, Bastians, Özil , Fischer (46. Tyrala). Tore: 1:0 Fischer (23.), 1:1 Evans (25. Foulelfmeter), 2:1 Evljuskin (32.), 3:1 Tyrala (76.), 4:1 Tyrala (84.)

 

Im Frühjahr 2007 verstarb der langjährige Spielführer der Priener Ersten aus den Sechziger und Siebziger Jahren, Alfred „Fredi“ Markewitz.


2007/2008

Die dritte Kreisklassensaison nach dem Kreisligaabstieg 2005 schloss die 1. Herrenmannschaft mit dem 3. Platz und nur einen Punkt hinter dem SV Riedering ab, der anschließend seine Aufstiegsspiele gewann und nun in der Kreisliga spielt. Lange Zeit schien die 1. Mannschaft den Aufstieg erreichen zu können. Vor allem die vier Siege in Serie im April und Mai 2008 gegen Au, Neubeuern, Kiefersfelden und Vagen ließen die Träume über eine Rückkehr in die Kreisliga wachsen. Doch mit nur noch einem Punkt aus den verbleibenden drei Saisonspielen blieb wieder wie im Vorjahr nur der undankbare 3. Platz. Vor allem die beiden Heimniederlagen gegen Bernau und am letzten Spieltag gegen Riedering schmerzten. Zwar stellte der TuS mit nur 29 Gegentoren die zweitstärkste Abwehr, doch der Sturm blieb mit nur 40 Treffern im unteren Mittelmaß. Beste Torjäger waren Jury Guwa und Alexander Hordt mit jeweils sechs Toren vor vor Artur Weber und Martin Güttler mit jeweils 5 Treffern.

 

Die 2. Mannschaft erreichte in der A-Klasse 2 den 7. Platz, der frühzeitig zum Klassenerhalt reichte. Trainer sind seit Sommer 2007 Josip Tuka und Ralf Quaschnik. Mit neun Siegen bei elf Niederlagen spielte die Priener Reserve eine durchaus vorzeigenswerte Saison. Torschützenkönig wurde Jochen Ristevski mit 10 Toren vor Denis Brick, Frank Spillker und Thomas Bainsky mit jeweils vier Toren.

 

Am zweiten Julisonntag hielt die Fußballabteilung zusammen mit dem Förderverein den Großen Priener Flohmarkt ab, der zur Haupteinnahmequelle für die Fußballer geworden ist. Im Vorjahr gab es trotz guter Wetterbedingungen ein mageres Ergebnis, das allerdings im Sommer 2008 noch wesentlich unterboten werden sollte. Der Wetterbericht hatte sozusagen Weltuntergang vorhergesagt und damit die wenigen Händler und möglichen Käufer verschreckt. Es gab außer viel Arbeit nur ein Minuser-gebnis, da für Werbung, Müllentsorgung usw. gezahlt werden musste.

 

In der Winterpause nahmen die Herrenmannschaften an mehreren Hallenturnieren teil. So erreichte der TuS Prien beim eigenen Hallenturnier, dem Stiegl-Chiemsee-Hallencup, den 2. Platz hinter dem erstmals siegreichen TSV Grabenstätt. Die 2. Mannschaft belegte den 9. und damit letzten Tabellenplatz. Der Stiegl-Chiemsee-Hallencup fand damit schon zum 8. Mal statt. Es gab aber noch kein Turnier, an dem alle Chiemseeanrainergemeinden teilnahmen.

Beim Rosenheimer Sparkassenpokal feierten die Priener tolle Siege und zogen souverän über die Vor- und Zwischenrunde ins Finale der letzten sechs Mannschaften ein. Dabei gelang allerdings nur noch ein Sieg und damit insgesamt ein 5. Platz bei den Hallenkreismeisterschaften.

 


2008/2009

Das 3. Spieljahr mit Trainer Klaus Seidel begann zunächst, wie die vergangene Saison geendet hatte. Mit den Neuzugängen Alexander Hordt (ein Rückkehrer vom ASV Egg-stätt bzw. TSV Bernau), Tobias Rettich (TSV Bernau), Daniel Hinterstocker (TSV Bad Endorf), Patrick Müller (FV Hofheim) und Darko Janjic (TSV Bernau) zog der TuS Prien vorne weg und führte mit fünf Siegen und einem Unentschieden aus sechs Spielen die Tabelle an. Nach einer Zwangspause aufgrund der Spielabsage in Au geriet das Spiel der Priener ins Stocken. Aus den folgenden neun Spielen bis zur Winterpause gelangen nur noch je drei Siege, Unent-schieden und Niederlagen. In der Rückrunde wollte nicht mehr viel gelingen. Trotz teils sehr ansprechender Leistungen sackte die Preiener Erste mehr und mehr nach hinten. Erst am vorletzten Spieltag gelang dank eines 5:1-Erfolges gegen Kolbermoor II der sichere Klassenerhalt. Torschützenkönig wurde Christoph Bauer mit 12 Toren vor Michael Posch mit sechs Toren.

 

Für die 2. Mannschaft war nach der Saison 2008/2009 in der A-Klasse Schluss. Mit nur fünf Punkten aus 24 Spielen stand der Abstieg aus der A-Klasse, der die Zweite seit 2000 angehörte, frühzeitig fest. Die viel zu junge Truppe konnte sich zu keiner Zeit behaupten uns stieg auch verdientermaßen ab. Trainer Christoph Ewertz bereitete bereits ab der Winterpause einen Neuanfang vor.

 

Bei der Jahreshauptversammlung im Frühjahr 2009 trat Abteilungsleiter Eugen Unterstraßer nicht mehr zur Wahl an. Sein Nachfolger wurde Florian Tatzel.

 

Die neue Abteilungsleitung nach der Jahreshauptversammlung 2009:

1. Abteilungsleiter

Florian Tatzel

für Eugen Unterstraßer

2. Abteilungsleiter

Michael Hartl

für Florian Tatzel

Kassier

Beate Jambor

für Michael Hartl

Jugendleiter

Gerhard Kirchbuchner

wie bisher

Schriftführer

Zelijko Janjic

für Attila bzw. Beate Jambor

Am Samstag, 11.07 2009 veranstaltete die FA ein Sommerfest mit Kennenlernturnier, Torwand, Schussmessanlage, Technikparcour für unsere Kleinsten und mit anschließendem Grillfest sowie einem Spiel der Aufstiegsmannschaft von 1999 gegen eine gemischte Auswahl aus aktiven Spielern. Der Flohmarkt am tag darauf war endlich wieder ein voller Erfolg. Bei idealen Wetterbedingungen wurde ein gutes Ergebnis erzielt und damit der Grundstein für ein erfolgreiches Wirtschaften gelegt.

 

Karin Wende übergab nach ca 15 Jahren den Redaktionsstab für die Priener Stadionzeitung an Matthias Ruff und Andrea Fischer weiter.
2009/2010

Die 1. Mannschaft startete stark in die neue Saison. nach sieben Spieltagen stand man zusammen mit Ostermünchen II an der Tabellenspitze. Wieder einmal zeigte sich vor allem die Priener Abwehr als großer Rückhalt, die nur wenig Gegentore zuließ und knappe Siege nach Hause brachte. Doch vor allem die insgesamt neun Unentschieden waren am Ende bei elf Siegen und nur 4 Niederlagen wohl entscheidend, dass erneut der mögliche Aufstiegsrelegationsplatz um einen Punkt verpasst wurde. Besonders die Begegnung am letzten Spieltag beim schon feststehenden Meister in Bernau, wird den Prienern lange Erinnerung bleiben. Eine Punkt hätte genügt, um noch an den Aufstiegsspielen teilzunehmen. Durch Christoph Bauer in der 71. Minute in Führung, musste aber bis zur 83. Minute zwei Gegentreffer hinnehmen und war darauf angewiesen noch ein Tor zu erzielen. In der 88. Minute war es soweit: Matthias Ruff brachte den Ball nach einer Freistoßflanke im Bernauer Kasten unter, Prien jubelte, doch der Schiedsrichter gab den Treffer nicht. Er behauptete, vorher auf Foulspiel entschieden zu haben und die Bernauer behaupteten, der Ball wäre durch ein Loch im Netz ins Tor geraten (was schlichtweg unwahr war). So blieb es beim 2:1 für den TSV Bernau und für Prien war die erneute Chance auf eine Rückkehr in die Kreisliga vertan. Torschützenkönig wurde wiederum Christoph Bauer mit 14 Treffern vor dem jungen Hannes Semmler mit 8 Toren.

 

Die 2. Mannschaft setzte die Talfahrt der vorhergehenden Saioson fast unvermindert fort. Der frei Fall in die C-Klasse schien sich schon anzudeuten. Doch während der Rückrunde kämpfte sich das Team von Trainer Christoph Ewertz wieder heran. Am Ende waren drei Mannschaften punktgleich, aus denen ein weiterer Absteiger ermittelt werden musste. Hier setzte sich der TuS Prien II mit 5:2 im Entscheidungsspiel gegen den TSV Breitbrunn-Gstadt durch und sicherte sich den Klassenerhalt. Torschützenkönig wurde hier erneut Michael Hartl mit neun vor Wasti Kofler mit sieben Toren.

 

Im Winter wurde der Stiegl-Chiemsee-Hallencup zum ersten Mal um den Alfred-Markewitz-Gedächtnispokal ausgespielt. Hier blieben wieder die Priener siegreich. Allerdings blieben mit dem TSV Bernau, dem TSV Rimsting und dem TSV Chieming gleich drei eigentliche Pflichtteilnehmer dem Turnier fern. Man wird sich für die Zukunft vielleicht doch einen anderen Modus einfallen lassen müssen.

 

Nach der Saison führte der Vereinsausflug der 1. und 2. Mannschaft nach Porec auf Istrien. Am 10. Juli 2010 hielt die FA wieder ihr Sommerfest ab. Ab 10:00 Uhr morgens war Action im Sportpark angesagt. Die F- und E-Junioren spielten gegen ihre Eltern und wurden den neuen Trainer zugeführt, es gab eine Büchsenwurfstation, eine Torwand, ein Schussgeschwindigkeitsmessgerät sowie einen Technikparcour für die Jüngsten. Am Nachmittag gab es ab der D-Jugend bis zur AH aufwärts ein internes Kennenlernturnier, bevor am Abend gemeinsam das Spiel Deutschland - Uruguay um Platz 3 bei der WM in Südwafrika geschaut wurde. Der Flohmarkt am nächsten litt etwas unter der sengenden Sonne, die bei über 35° C die Leute eher an den Chiemsee als an die Verkaufstische der Fieranten lockte.