Die Meistermannschaft von 1923/24: Von links: Seemann, Hiltl, Tandler, Lohrmann, K. Konrad, Alfred "Spezi" Schaffer, Wieser, Geyer, J. Konrad, Poppovich, Cutti, Hierländer
ALFRED SCHAFFER bei Austria Wien

1911 - 1926
Die zweite Epoche der Austria beginnt im Oktober 1910 als sich ein Großteil der Spieler und Funktionäre des Vienna Cricket and Football Club für eine Abspaltung unter anderem Namen entschließen.
Fünf Monate lang wird der Verein als Wiener Cricketer geführt und schließlich am 15. März 1911 als WIENER AMATEUR SPORTVEREIN angemeldet. Gerade rechtzeitig für den Beginn der erstmals ausgetragenen Meisterschaft in diesem Frühjahr. Die Vereinsfarbe: Violett.
Am Ende des zweiten Jahrzehnts unseres Jahrhunderts sorgten die Amateure mit ihren neuen Starspielern aus Ungarn, den Brüdern Kalman und Jenö Konrad und Alfred "Spezi" Schaffer für eine wahre Revolution im österreichischen Fussball. War es bis dahin der Kampf und Einsatz, ganz nach englischem Vorbild, der den Sieg brachte so gewannen die Amateure ihre Spiele mit glänzender Technik. Dieses "Scheiberlspiel" mit einfallsreichen Kurzpasses und Balltricks begeisterte mit der Zeit nicht nur die Wiener, sondern setzte sich als legendäre "Wiener Schule" auch international durch.
Allerdings übertrieben es unsere Veilchen des öfteren, was ihr den Ruf einbrachte zu wenig auf den Endzweck zu drängen und lieber "in Schönheit zu sterben". Trotzdem kann sich die Bilanz der Amateure wahrlich sehen lassen: Zwei österreichische Meistertitel (1924 und 1926) und vier Cupsiege (1921, 1924, 1925 und 1926).
